Programm

Unser Programm für 2022 steht und wir hoffen auf eine Rückkehr zur Normalität.
Der Vorverkauf startete am 10. Januar 2022.

Do 04.08.2022

Der Nino aus Wien, Anna Sabo & Clemens Sainitzer

Beginn: 19:00
Einlass: 18:30 Uhr
Eintritt: 22,00 €
Veranstaltungsort: Alte TÜV-Halle

Der Nino aus Wien
Seit über 12 Jahren prägt nun Der Nino Aus Wien, Österreichischer Liedermacher und Literat, die deutschsprachige Musikszene mit seiner ureigenen Form des „Wienerlieds“ und seinem „Hirschstettner Soul“. Als „der beste junge Liedermacher des Landes” und der “Bob Dylan vom Praterstern”, wurde er durch den Falter betitelt. Nino spielt an die 100 Konzerte pro Jahr, quer verteilt im deutschsprachigen Raum, vom Wiener Konzerthaus bis hin zur Hamburger Elbphilharmonie. Er wurde bereits mehr als sieben Mal für den Amadeus Austrian Music Award nominiert und 2016 in der Kategorie „Alternative Pop / Rock“ ausgezeichnet. Er erreichte zahlreiche Chartplatzierungen, mehrere Nummer Eins-Hits in den FM4-Charts, schreibt auch Musik fürs Theater und co-kuratierte 2018 das Wiener Popfest. Kooperationen, Freundschaften und gemeinsame Auftritte fanden oder finden statt mit Ernst Molden, Voodoo Jürgens, Wanda, Soap & Skin, Skero, Natalie Ofenböck, Dirk Stermann, Hubert Weinheimer und vielen weiteren. Er beweist regelmäßig hohe Unterhaltungskompetenzen wie im Interview mit André Heller, einer Wien-Exkursion mit Gerda Rogers, oder TV-Auftritten wie Willkommen Österreich oder der legendären Brieflos-Show. Seine Live-Band ist ihm bereits seit 10 Jahren weiterhin treu – mit dieser wird er nach Böblingen kommen.
 
Anna Mabo & Clemens Sainitzer
 
Manchmal fällt es einem schwer, sich zu erinnern: Wie war das Leben eigentlich noch mal, bevor es Anna Mabo gab? Wer konnte ahnen, wie viel Kraft, wie viel Gefühl und Witz da auf uns zukommt? Wie uns ihre Lieder mitreißen würden? Sie hat uns verändert. Nun hat sie ihr zweites Album geschrieben und aufgenommen, es heißt Notre Dame. Es ist ein Songwriter-Album, das kracht und brüllt – die fette Band gibt jedem Lied, was es verlangt und erzählt ein Sound-Epos nach dem anderen. Aber die Lieder sind zugleich leise, einfühlsam und aufmunternd, denn „auch dem Terminator tut das Herz manchmal weh“.
​„Was Anna Mabo denkt und dichtet und singt kommt wie ein Geschoß bei der Hörerin und beim Hörer an. Aber niemals geht solche Klarheit auf Kosten der Poesie: Die Songs nehmen Abzweigungen, legen falsche Spuren. Doch am Ende ist man das, was der Angelsachse zu aufgeklärt sagt: enlightened.“
(Ernst Molden über ihr erstes Album): Bei ihrem Böblinger Auftritt wird Anna Mabo begleitet vom Cellisten Clemens Sainitzer

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Fr 05.08.2022

Fortuna Ehrenfeld, The Düsseldorf Düsterboys

Beginn: 19:00 Uhr
Einlass: 18:30 Uhr
Eintritt: 25,00 €
Veranstaltungsort: Alte TÜV-Halle

Fortuna Ehrenfeld
„Die Fortuna Ehrenfeld-Durststrecke hat ein Ende. Landebahn frei für die Post-Corona-Ära à la Fortuna Ehrenfeld und ihren neuen Song Die panamoralische Liebe.“ (egoFM)
 
Fortuna Ehrenfeld sind aus der deutschsprachigen Indie Szene nicht mehr wegzudenken. Nach Ihrem Auftritt bei den Böblinger Songtagen 2019 war klar -  die Reisegruppe seltsam wird irgendwann wieder zurückkommen und zwar als Headliner der Böblinger Songtage.
Martin Bechler hat sich mit seiner eigenwilligen Poesie ein eigenes Genre geschaffen und zieht mit unverbrauchter Gelassenheit einen nach dem anderen Pfeil aus dem Köcher. Die Tastenkönigin Jenny Thiele und Schlagzeuger und Jannis Knüpfer komplettieren die Reisegruppe Seltsam zu einem einzigartigen Trio. Drei Platten, eine EP, ein französischsprachiges Album, hunderte Konzerte: Was das Trio seit 2016 abgeliefert und erreicht hat, ist erstaunlich. Und es gibt einem Hoffnung. Denn eine Welt, in der eine so krude wie selbstbewusste Mischung aus Pop und Poesie, aus Tresen und Tanzfläche, aus Melancholie und angetäuschtem Dachschaden ein Publikum findet, kann so am Arsch dann doch wieder nicht sein. Die Fans des Trios haben sich vermehrt wie die Karnickel im Kölner Blücherpark und das hat sich auch mit der aktuellen Platte „Die Rückkehr zur Normalität“ nicht geändert.
Martin Bechler ist einer der beeindruckendsten und eigenständigsten Texter, die sich auf deutschen Bühnen ans Mikro stellen. Als ob es das Leichteste der Welt wäre, reiht er Marmeladenwörter und Porzellansätze aneinander, pendelt zwischen Bananen, Banalem und Philosophischem und hat in jedem Song mindestens eine Falle eingebaut, die sich genau dann auftut, wenn man denkt, man hätte ihn und seinen lyrischen Shtick durchschaut. Bechler ist kein Sprachpanscher, sondern ein begnadeter Wortwinzer, der einen Cuvée herstellt aus Zutaten, die sich sonst keiner zusammenzubringen traut. Kein Wunder, dass Fortuna Ehrenfeld ihren eigenen Wein haben.

„Einer der größten Songschreiber der Neuzeit” Volly Tanner, SCHALL Magazin
„Fortuna Ehrenfeld treffen mitten ins Herz”, Stern
 
The Düsseldorf Düsterboys
Als der US-amerikanische Musiker John Fahey 1959 unter dem Namen Blind Joe Death ein Album herausbrachte, hielten es viele Kenner für einen sensationellen Fund der frühen American Folk Music. Wenn man 60 Jahre später das Debütalbum von The Düssseldorf Düsterboys hört, könnte man es durchaus auch für einen wiederentdeckten Schatz der Folkmusik halten.Tatsächlich aber ist es das neueste Werk von Peter Rubel und Pedro Goncalves Crescenti, die inzwischen viele Musikliebhaber in diesem Land als die unverkennbaren Stimmen von International Music kennen dürften. Ihr Album „Die besten Jahre“ aus dem April 2018 halten nicht wenige für die stärkste deutschsprachige Platte der letzten Jahre. Nun also „Nenn mich Musik“, dass unter Fans langersehnte Debütalbum von The Düsseldorf Düsterboys, die Peter und Pedro als Duo schließlich schon lange vor International Music gegründet haben.  Um das Verwirrspiel mit den unterschiedlichen Band-Identitäten perfekt zu machen, haben Peter Rubel und Pedro Goncalves Crescenti mit Edis Ludwig am Schlagzeug und Fabian Neubauer an Orgel und Klavier The Düsseldorf Düsterboys nun kurzerhand zum Quartett erklärt. Und wieder hat Produzent Olaf O.P.A.L. sie extrem gut in Szene gesetzt. Vor allem dann, wenn sich auf den Aufnahmen gelegentlich ein paar Holzblasinstrumente zur Band dazugesellen: Was für ein Sound! Die Düsterboys nennen es schlicht und einfach: Musik.

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Sa 06.08.2022

Cäthe, Stanovsky, Florijan van der Holz

Beginn: 18:00
Einlass: 17:30 Uhr
Eintritt: 25,00 €
Veranstaltungsort: Alte TÜV-Halle

Cäthe
 
Cäthes neue Lieder verhandeln die großen Themen Liebe, Leben, Altern, Frausein, Alltag, Ängste auf eine Weise, die einem im deutschen Pop selten begegnet. Frei von Pathos und trotzdem beseelt von großen Gefühlen. Witzig, ohne auf Ha-ha-Reime oder gefeilte Pointen zu setzen. Kämpferisch und in sich ruhend zugleich – womit wir wieder beim Titel „Chill Out Punk“ wären. Das beste Beispiel dafür ist vielleicht die erste Single „Warum darum“. Ein genaues Sezieren einer Beziehung, die nach dem brennenden Intro nun im Alltag bestehen muss. In dem man die Fehler, die Zweifel und die verqueren, von Sexismus durchsetzten Erwartungen der Gesellschaft erdulden muss. Ihren musikalischen Partner in Crime für dieses neue Kapitel in ihrer Karriere fand Cäthe bei Andi Fins. Mit ihm produzierte sie „Chill Out Punk“ und spielte den Großteil des Albums ein. Die Arbeitssituation war allein schon pandemiebedingt sehr intim. „Andi hat sein ganzes Equipment im Wohnzimmer aufgebaut und lebte praktisch da.“ Man habe sich dann in sehr intensiven Etappen getroffen und vieles gemeinsam erarbeitet. Cäthe ist wieder da.
So kann Cäthe nun auf ihre Weise gechillt auf eine Karriere schauen, die noch immer viele Menschen berührt und beeindruckt, seit sie 2011 mit dem großen Wurf „Ich muss gar nichts“ auf die Bühne sprang. „Dieses Album ist ein Geschenk an mein jüngeres Ich“, sagt sie selbst. Sie schenkt sich und ihre Fans damit Songs wie „Orgasmus“, der Sexualität auf eine Weise behandelt, die dem Thema ausgesprochen guttut. Oder „Voodoo“, der mit dieser Metapher das wundervolle und manchmal schmerzliche Spannungsfeld zwischen zwei Menschen erkundet. Oder das gegen die Depression anmusizierende Lied „Der Himmel hängt so tief“. Oder das respektvolle, traurig-schöne Caterina Valente-Cover „Wärst du eine Königin“, das ein starker Schlusspunkt des Albums ist. Nach diesen zehn originalen und dem einen geborgten Lied weiß man jedenfalls: Cäthe ist wieder da. Mit „Chill Out Punk“-Spirit auf Albumlänge kehrt sie im Sommer 2022 auf die Festivalbühnen zurück. (Text: Daniel Koch)
 
Stanovsky
STANOVSKY verbindet Klavierakkorde mit elektronischen Sounds zu einem avantgardistischen Popentwurf von griffiger Strahlkraft, kontrastiert diesen mit einzigartigen deutschen Texten und existiert überhaupt nur, weil Peter Stanovsky nicht mehr nur für andere schreiben, sondern endlich wieder Musik machen wollte, die er auch wirklich verkörpern kann.
Peter Stanovsky stand schon einmal am Anfang einer Karriere. Mit seinem Projekt Kaind hatte er alles, was man braucht, um ganz nach oben zu kommen: Starke Songs, einen fetten Major Deal im Rücken, aufwendig ausproduzierte Videos und Fotos. Aber es sollte nicht sein: „Ich habe damals den Fokus auf die falschen Dinge gelegt. Habe eine Kunstfigur kreiert, die ich gar nicht sein wollte.“
Nachdem ihm klar wird, dass sein Projekt Kaind so keine Zukunft mehr für ihn hat, taucht er ab, schreibt nur noch Songs für andere Künstlerinnen: LEA, PrinzPi, Namika, Adesse, CELINÈ oder Glasperlenspiel. Erfolgreiche Songs. „Ich finde es sehr schön, mit anderen Künstlern in einem Raum zu sein und mit ihnen zu schreiben. Dann bin ich auch sowas wie ein Teilzeitpsychologe. Manchmal hat man Glück und man ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort – dann schreibt man zusammen ein Lied, das allen etwas bedeutet.“ Peter Stanovsky hat seine 200, 300 Lieder geschrieben, in ganz verschiedenes Genres und Stimmungen. „Ich war immer eher das Chamäleon, was Songs angeht. Ich konnte mich anpassen. Verschiedene Richtungen bedienen. Viel hat mit Übung zu tun. Seine eigene Sprache zu entwickeln.“ Wie klingen also die Songs von einem, der kein Chamäleon mehr sein will, der selbst zurück will auf die Bühne?
Seine ersten Songs verbinden musikalische Fragilität und eine textliche Raffinesse, die man auf Deutsch nicht oft zu hören bekommt. Referenzen sind schwierig zu benennen, der Umgang mit Sprache eigenartig einzigartig, die Bilder in den Songs momenthaft und illustrativ. „Klar habe ich TexterInnen, die ich gut finde: Grönemeyer natürlich, Max Herre, Lina Maly, Judith Holofernes, Peter Fox, Trettmann, aber ich feier auch eine Band wie Isolation Berlin. Ich schreibe Texte auf Deutsch, ich mag, dass die Sprache dann kein Thema ist, dass es keinen limitierenden Faktor gibt, alles ist direkt und unmittelbar.“
Songs, die bleiben. Die zeitlos klingen. Entstanden sind die Stücke gemeinsam mit Hubertus Dahlem, Bojan Kalajdzic und Florian Hofer im Verlauf des letzten Jahres in Berlin, aufgenommen und produziert vom Produzenten Tim Tautorat in den Berliner Hansastudios. „Am Anfang steht meist die Musik – eine musikalische Stimmung, Akkorde, ein cooler Synthiesound, ein Rhythmus, – irgendwann ist da ein einzelnes Wort, das eine Geschichte erzählt. Man kann sich selbst inspirieren wenn man wahllos auf einem Klavier rumdrückt ohne auf die Uhr zu schauen. Es kann auch total spannend sein mit Leuten zusammenzuarbeiten die aus einem anderen Background kommen.“
 
Floorijan van der Holz
Florijan van der Holz ist ein musikalischer Beobachter, der persönliche Momente sammelt und sie mit einer Prise Fantasie in Songs verwandelt. Mit fast schlafwandlerischer Sicherheit schreibt er so Musik, die mit zeitloser Leichtigkeit über unserem Alltag schwebt. Mal nostalgisch zurückgelehnt, mal mit nach vorne treibendem Optimismus. Es sind diese Widersprüchlichkeiten, die seine Musik und unser Leben gemein haben. Bleibt dem Zuhörer nur noch übrig, wissend zu nicken und die Spannung dieser Welt zu genießen – den perfekten Soundtrack dazu liefert Florijan van der Holz.
 
Mit seinem Album „Endlich“ liefert Florijan van der Holz einen spannenden Mix aus Singer-Songwriter, Folk und Indie-Pop. Er erinnert mich ein wenig an Clueso, Bosse und Niels Frevert – als hätte man die Essenz der Herren auf ein Album gepresst“. (Frontstage Magazine)


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